Du hetzt von einem Meeting zum nächsten, deine To-do-Liste wächst schneller, als du sie abhaken kannst, und wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, antwortest du automatisch: „Stressig, stressig, stressig!“, als wäre das ein Kompliment. Spoiler-Alarm: Ist es nicht. Ständige Beschäftigung ist zum Statussymbol geworden. Aber macht sie wirklich glücklich? Ganz sicher nicht.
Das „Ich-bin-so-beschäftigt-wie-eine-Medaille“-Syndrom
Es gibt zwei Lager, wenn es ums Thema „beschäftigt sein“ geht. Die einen sagen stolz: „Ich bin so beschäftigt!“, die anderen: „Wer beschäftigt ist, macht etwas falsch!“ (mit einem tadelnden Unterton). Die Wahrheit? Sie liegt irgendwo dazwischen. Denn ja, manchmal ist einfach alles stressig. Kinder, Arbeit, Haushalt, soziale Verpflichtungen – alles häuft sich. Aber irgendwann haben wir angefangen, „beschäftigt“ als Standardantwort zu verwenden. Als ob Stillschweigen bedeuten würde, dass man nicht wichtig genug ist.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie sitzen abends auf dem Sofa und haben endlich Zeit, nichts zu tun. Und dann? Überkommt Sie ein schlechtes Gewissen. Denn Sie könnten ja noch Sport machen, die Wäsche zusammenlegen, die E-Mail beantworten, das Projekt fertigstellen. Wir haben uns selbst eingeredet, dass Stillsitzen Faulheit bedeutet. Aber manchmal will unser Gehirn einfach nur absolut nichts tun.
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Warum setzen wir uns selbst so sehr unter Druck?
Gute Frage. Zum Teil liegt es an den gesellschaftlichen Gegebenheiten. Soziale Medien zeigen nur die Highlights von Menschen, die scheinbar alles unter einen Hut bringen: Vollzeitjob, drei Hobbys, eine perfekte Familie und jeden Tag um 5 Uhr morgens aufstehen, um Sport zu machen. Zum Teil ist es aber auch erlernt. Vielleicht bist du mit der Vorstellung aufgewachsen, dass harte Arbeit der einzige Weg zum Erfolg ist. Oder dass du nur stolz sein kannst, wenn dein Terminkalender überquillt.
Der Punkt ist: Ständiger Druck raubt dir die Energie. Und nicht nur körperlich. Dieser ständige Druck lässt dich dein Selbstgefühl verlieren. Was willst du eigentlich? Was macht dich glücklich? Keine Ahnung, weil du keine Zeit hast, darüber nachzudenken. Du funktionierst wie im Autopilotmodus, und genau das ist das Problem.
Kindererziehung, Karriere machen, Haushalt führen – das ist schon an sich ein Vollzeitjob. Und dann noch ein Studium, Sport und ein aktives Sozialleben obendrauf? Kein Wunder, dass man abends nur noch Netflix schaut. (Und das ist übrigens völlig in Ordnung.)
Vom stressigen Alltag zum glücklichen Leben: So geht's
Halt. Nein, wirklich. Halt einen Moment inne. Nicht morgen, nicht nach diesem einen Projekt, sondern jetzt. Frag dich selbst: Muss das alles wirklich passieren? Oder glaube ich das nur?
Spoiler-Alarm: Oft halten wir Dinge für notwendig, die eigentlich unnötig sind. Die Vorlesung, auf die du überhaupt keine Lust hast? Lass sie ausfallen. Die Geburtstagsfeier, vor der du dich fürchtest? Schick eine Karte. Man muss nicht zu allem Ja sagen, um ein guter Mensch zu sein.
Ein paar Dinge, die helfen, von Druck zu Glück zu gelangen:
- Plane keine Zeit für nichts ein . Wirklich nicht. Markiere „frei“ in deinem Kalender und behandle es wie einen wichtigen Termin. Denn das ist es auch.
- Streiche jeden Tag eine Sache von deiner Liste. Sieh dir deine Aufgabenliste an und hake bewusst etwas ab. Die Welt geht nicht unter, wenn du morgen diese eine E-Mail beantwortest.
- Überprüfe deine Bildschirmzeit . Oft denken wir, wir hätten keine Zeit, verbringen aber stattdessen Stunden damit, durch soziale Medien zu scrollen. Du könntest diese Zeit auch für etwas nutzen, das dich wirklich glücklich macht.
- Sag öfter Nein . Schwierig? Ja. Notwendig? Unbedingt. „Nein“ ist ein vollständiger Satz, und du musst ihn nicht begründen.
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Glück als neuer Maßstab
Stellt euch vor, wir würden nicht mehr fragen: „Hast du viel zu tun?“, sondern: „Bist du glücklich?“ Im Supermarkt mag das etwas seltsam wirken, aber ihr versteht, was ich meine. Wir messen Erfolg an Geschäftigkeit, dabei sollte es doch eigentlich um Erfüllung, inneren Frieden und – ja – Glück gehen.
Das heißt nicht, dass du nie wieder etwas tun kannst. Es bedeutet, bewusstere Entscheidungen zu treffen. Nicht automatisch „Ja“ zu sagen, sondern erst zu spüren, ob etwas zu dir passt. Ruhe nicht als Belohnung für harte Arbeit zu sehen, sondern als ein Grundrecht.
Wenn dich also das nächste Mal jemand fragt, wie es dir geht, versuch doch mal etwas anderes als „viel zu tun“. Vielleicht „Gut, ich hatte einen ruhigen Morgen“ oder einfach „Okay, nichts Besonderes“. Klingt vielleicht langweilig. Aber vielleicht ist Langeweile ja das neue Glück.
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