Kennst du das? „Nur mal kurz auf Instagram vorbeischauen“ dauert ewig. Die Werbepause im Fernsehen? Perfekter Moment, um durch den Feed zu wischen, und ehe man sich versieht, fragt man sich, wo die ganze Zeit geblieben ist. Kommt dir das bekannt vor? Dann ist die analoge Tasche vielleicht genau das Richtige für dich.

Was ist überhaupt eine analoge Tasche?

Einfach gesagt: eine Tasche voller Offline-Aktivitäten, die du anstelle deines Handys mitnehmen kannst. Denk an ein Strickprojekt, ein gutes Buch, ein Rätselbuch oder einen Aquarell-Skizzenblock. Alles, was kein WLAN benötigt und deine Hände beschäftigt.

Der Trend wurde durch die Amerikanerin Sierra Campbell bekannt, die ihre analoge Tasche auf TikTok präsentierte. Ironisch? Absolut. Aber es funktionierte. Sie hat eine Tasche zu Hause, die sie von Zimmer zu Zimmer trägt, und eine weitere im Auto. Ihr Motto: Es geht nicht um weniger Technologie, sondern um mehr analogen Spaß.

analoge Tasche

Warum funktioniert das so gut?

Forscher haben herausgefunden, dass es leichter fällt, eine Gewohnheit zu ändern, wenn man sie durch etwas ersetzt, das eine ähnliche Belohnung bietet. Das Handy in die Hand zu nehmen, fühlt sich gut an, weil es sofortige Ablenkung bietet. Ein Strickprojekt in Angriff nehmen oder ein Puzzle lösen? Das gibt denselben kleinen Dopamin-Kick, aber ohne die Nebenwirkungen des endlosen Scrollens.

Eine Studie aus dem Jahr 2023, veröffentlicht in Nature Medicine, bestätigte, dass Hobbys gut für Gesundheit und Stimmung sind. Eine digitale Auszeit verbessert Konzentration und Schlafqualität. Eine Win-win-Situation.

Was packt man in so eine Tasche?

Das Tolle daran ist: Sie haben wahrscheinlich schon das meiste davon zu Hause. Es geht nur darum, alles an einem Ort zu haben, sodass das Greifen nach Ihrer analogen Tasche genauso einfach wird wie das Greifen nach Ihrem Handy.

Denken Sie an Dinge wie ein kleines Notizbuch und einen Stift zum Tagebuchschreiben oder Kritzeln, eine Taschenbuchausgabe des Buches, das schon seit Monaten auf Ihrem Nachttisch liegt, ein Kreuzworträtsel- oder Sudoku-Buch, ein kompaktes Strick- oder Häkelprojekt, Aquarellpostkarten zum Verschicken, ein Kartenspiel für die Zeit mit anderen, ein Malbuch für Erwachsene (ja, die gibt es immer noch) oder eine Polaroidkamera für spontane Momente.

Warum passt das perfekt zu Ihrem Leben?

Als vielbeschäftigte Frau mit Arbeit, Familie und unzähligen anderen Verpflichtungen kommt Ihnen Ihr Smartphone vielleicht als einziger Auszeitraum vor. Aber seien wir ehrlich: Nach einer halben Stunde Scrollen fühlen Sie sich selten erholt. Eher ausgelaugt und mit einem schlechten Gewissen wegen der verschwendeten Zeit.

Eine analoge Tasche stellt diese Logik auf den Kopf. Anstatt das Gehirn mit endlosen Inhalten zu überfluten, gibt man ihm etwas, womit es sich tatsächlich beschäftigen kann. Zehn Minuten Stricken, während die Nudeln kochen. Ein Kreuzworträtsel im Wartezimmer beim Zahnarzt. Eine kurze Zeichenstunde, während die Kinder Hausaufgaben machen. Das sind kleine Momente, aber sie fühlen sich völlig anders an als endloses Scrollen.

Das Comeback der „Oma-Hobbys“

Die analoge Tasche passt in eine größere Bewegung: die Rückkehr dessen, was manche als „Oma-Hobbys“ bezeichnen. Stricken, Sticken, Puzzles, Scrapbooking – Aktivitäten, die vor einer Generation noch als altmodisch galten – sind heute genau das Gegenmittel zur digitalen Überreizung.

In Amerika gaben 71 % der Erwachsenen an, bis 2024 ein Bastelprojekt abgeschlossen zu haben. Nicht etwa, weil es im Trend liegt, so zu tun, als lebte man in den 90ern, sondern weil es einfach guttut. Man erschafft etwas mit den Händen, sieht die Ergebnisse und das Gehirn kann sich von der ständigen Flut an Benachrichtigungen und Algorithmen erholen.

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So fängt man selbst an

Schnapp dir eine Stofftasche oder einen Einkaufssack, den du schon zu Hause hast. Geh in deiner Wohnung herum und such dir drei bis fünf Dinge zusammen, die du gerne machst, ohne vor einem Bildschirm zu sitzen. Pack sie in die Tasche. Fertig.

Stellen Sie die Tasche an einen gut sichtbaren Ort. Neben die Couch, an die Haustür, auf den Nachttisch. Die Idee dahinter ist, dass das Greifen nach Ihrer Handtasche genauso automatisch wird wie das Greifen nach Ihrem Handy.

Und nein, man muss nicht radikal sein. Das Handy muss nicht weggeworfen werden. Es geht nicht darum, nie wieder zu scrollen, sondern darum, eine Alternative für die Momente zu haben, in denen man einfach etwas tun möchte. Etwas Echtes.

Das Wichtigste

Eine analoge Tasche ist kein Wundermittel gegen Smartphone-Sucht. Sie ist auch keine Verurteilung der Technologie. Sie bietet einfach die Möglichkeit, sich selbst eine Wahl zu geben: Handy oder etwas anderes. Und manchmal reicht das schon, um den Abend zurückzuerobern. Also: Was würdest du in deine analoge Tasche packen?

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